Ligustica - Projekt

Die Dunkle Biene ist und bleibt meine "Hausbiene", aber trotzdem scheue ich nicht den Blick über den Tellerrand. Seit Sommer 2015 befasse ich mich in kleinerem Umfang mit der Ligustica. Dies ist die Biene der Weltimkerei und deshalb möchte ich sie auch kennenlernen. Ursprünglich war diese geografische Rasse nur auf der italienischen Halbinsel beheimatet. Aufgrund ihrer positiven Eigenschaften wurde sie vom Menschen aber weltweit angesiedelt und erfreut sich großer Beliebtheit.


Bei den hellen Bienen handelt es sich um Töchter einer Ligusticakönigin und die grauen / schwarzen Bienen stammen aus meinen Wirtschaftsvölkern, in welche ich die Ligustica eingeweiselt habe.


Zunächst habe ich mich zwei Jahre mit einigen standbegatteten Königinnen aus verschiedenen Quellen begnügt. Hierbei ging es vornehmlich darum, erste Erfahrungen zu sammeln. Überwiegend handelte es sich um deutsche Nachzuchten, welche ich durch diverse Kleinanzeigen gefunden habe. Leider fand ich bei den Verkäufern wenig Hilfe bei meiner Suche nach Zuchtköniginnen.

Was Ertrag, Sanftmut und Stärke anbelangt, stellt mich diese Rasse sehr zufrieden. Lediglich der Drang, im Winter durch zu brüten, bereitete mir bisher einige Probleme bei der überwinterung in der Heroldbeute (Holz). Da es aber, wie eingangs erwähnt, die Biene der Weltimkerei ist, wird es wohl ein Fehler meinerseits sein und es fehlt mir noch das nötige Feingefühl für eine erfolgreiche überwinterung in größerem Umfang. Ich habe mir jetzt einige Segeberger-Beuten (Styropor) zugelegt und hoffe, darin bessere Ergebnisse mit dieser Rasse zu erzielen. Hiermit möchte ich keinesfalls den Eindruck erwecken, dass man die Ligustica nicht auch erfolgreich in Holzbeuten halten kann! Aber von den Vorteilen einer Styroporbeute bin ich allmählich überzeugt. Da eh gerade eine Erweiterung der Imkerei ansteht und mir die Holzzargen lästig schwer geworden sind, verbinde ich beides und hoffe auf ein gutes Ergebnis.

In 2017 steht erstmalig der langersehnte Kauf einer Reinzuchtkönigin aus Dänemark an. Dann werde ich auch in kleinem Umfang direkt nachziehen und die Königinnen nach Möglichkeit auf einem separaten Standplatz fernab meiner Dunklen zur Paarung aufstellen. Der Aufbau einer separaten Imkerei mit Segeberger-Beute und Ligustica ist mein neustes Ziel. Auch wenn ich aus zeitlichen und räumlichen Gründen nur Standbegattung betreiben werde, so möchte ich eine ausreichende Trennung zwischen Dunkler Biene und Ligustica schaffen. Eine selbstverschuldete Verschlechterung des Reinpaarungsanteils wäre denkbar ungünstig und muss unbedingt vermieden werden!


Bei den hellen Bienen handelt es sich um Töchter einer Ligusticakönigin und die grauen / schwarzen Bienen stammen aus meinen Wirtschaftsvölkern, in welche ich die Ligustica eingeweiselt habe.


Weiterhin suche ich nach wie vor nach interessanten Angeboten und Herkünften. Soweit ich derzeit schon gesehen habe, gibt es verschiedene farbliche Nuancen bei der Ligustica. Von lederbraun bis gold-gelb habe ich schon einiges gesehen. Hier möchte ich gerne weitere Erfahrungen sammeln. Auch interessiert mich der Vergleich skandinavischer Linien mit Zuchtmaterial aus Südeuropa. Ich möchte mir ein möglichst umfassendes Bild von dieser Biene und ihren regionalen Eigenheiten machen, wenn es letztere denn gibt. Falls jemand hier interessantes Zuchtmaterial oder entsprechende Kontakte hat, kann er sich gerne per Mail (siehe Impressum) bei mir melden.

Nach bisheriger Recherche finde ich leider fraglich, ob eine als Ligustica deklarierte Königin auch immer wirklich dieser entspricht. Die Verwechslung mit der Buckfast ist (je nach "Farbschlag") durchaus möglich. Hier ist Vertrauen gefragt. Denn wie ich bereits mittels Flügelmessung an Buckfastbienen sehen konnte, liegen deren Messwerte durchaus im Ligustica-Bereich und eine eindeutige Identifizierung mittels Messung entfällt somit.